Biogaspark in Bitterfeld
Der Biogaspark in Bitterfeld / Sachsen-Anhalt befindet sich im Mühlenweg, am Rande des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen.
Am Projekt beteiligt sind die Danpower GmbH (Bauherr und Betreiber), regionale Landwirtschaftsbetriebe (Bereitstellung von Einsatzstoffen, Rückführung von Gärresten) und die pme gmbh (Planung, Bauleitung, Inbetriebnahme). Die im Biogaspark erzeugte Wärme wird an die Bitterfelder Fernwärme GmbH geliefert.
Der Biogaspark in Bitterfeld besteht aus drei baugleichen Biogasanlagen mit einer Leistung von je 0,702 MWth und 0,625 MWel. Jede Anlage ist als KWK-Anlage konzipiert und arbeitet auf Basis der Nassvergärung von ausschließlich nachwachsenden Rohstoffen. Für die Produktion von Biogas ist der Einsatz von ca. 33.000 Tonnen Maissilage pro Jahr notwendig. Der Mais wird von diversen, regionalen Landwirtschaftsbetrieben auf einer Fläche von etwa 800 Hektar angebaut. Ein regionales Dienstleistungsunternehmen übernimmt die Maisernte und -silierung um den Biogaspark kontinuierlich mit Biomasse zu versorgen. Darüber hinaus werden jedes Jahr etwa 7.500 t Schweinegülle sowie rund 1.500 t Roggen eingesetzt.
Seit 2007 werden jährlich rund 15.500 MWh Strom und etwa 14.500 MWh Wärme erzeugt. Die erzeugte Wärme wird an die Bitterfelder Fernwärme GmbH geliefert, der produzierte Strom wird vollständig in das Netz der envia NETZ eingespeist. Insgesamt werden etwa 35 % des Wärmebedarfs der Bitterfelder Fernwärme GmbH durch den Biogaspark erzeugt.
Die Energieerzeugung erfolgt CO2-neutral, da bei der energetischen Nutzung von Biogas nur soviel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanzen zuvor im Wachstum aufgenommen haben. Auf diese Weise werden in Bitterfeld jedes Jahr 12.800 Tonnen CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern vermieden. Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas und trägt zur Stärkung der lokalen Landwirtschaft sowie der mittelständischen Wirtschaft bei. Zudem wurden durch den Biogaspark drei Arbeitsplätze geschaffen. Die bei der Biogaserzeugung anfallenden Gärreststoffe, jährlich etwa 48.000 t, werden als hochwertige Wirtschaftsdünger wieder genutzt. Somit werden Stoffkreisläufe geschlossen und erhebliche Mengen an Düngemitteln ersetzt.


