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Geothermie in Garching

Im Stadtgebiet Garching bei München / Bayern wird eine Fernwärmeversorgung auf Basis geothermischer und nachwachsender Energiequellen aufgebaut.

Projektgesellschaft der Fernwärmeversorgung in Garching ist die EWG Energiewende Garching GmbH & Co. KG. Beteiligte sind die Stadt Garching, die AR Recycling GmbH und die E.ON Bayern Wärme GmbH.

Die Danpower GmbH übernimmt bei diesem Projekt die Entwicklung des Energiekonzepts, die Wirtschaftlichkeitsberechnung, das Projektmanagement sowie die Koordinierung der beteiligten Akteure.

Die Fernwärmeversorgung auf Basis geothermischer und nachwachsender Energiequellen im Stadtgebiet Garching bei München wird zur Heizperiode 2009 in Betrieb genommen werden. Hierzu wird mit zwei Tiefenbohrungen in einer Tiefe von 2.200 m eine Thermalwasserschicht im in der Jurazeit entstandenen Malmkarst erschlossen. Das daraus mit einer Temperatur von bis zu 80 °C und mit 100 l/s strömende Geothermalwasser deckt die Grundlast des Fernwärmenetzes. Zur Erhöhung des Geothermieanteils an der Gesamtwärmeversorgung von 60 % auf 75 % werden zusätzlich zwei Wasser/LiBr-Absorptionswärmepumpen in der Heizzentrale installiert. Die Spitzenlast und die Antriebsenergie für die erste Wärmepumpe werden im ersten Ausbauschritt fossil bereitgestellt. Im weiteren Ausbau erfolgt der Anschluss an eine Biomasse-KWK-Anlage, die zur Strom- und Wärmeversorgung des Industriegebiets Garching-Hochbrück errichtet werden soll. Im Endausbau ermöglicht das System mit einer thermischen Gesamtleistung von 34 MW eine Verringerung des CO2-Ausstoßes gegenüber einer konventionellen Wärmeversorgung um jährlich bis zu 70.000 Tonnen.

                           

 

Abbildung: Energieflussschema der geothermischen Heizzentrale

Leistung
110 MW th, 13 MW el
Brennstoff
geotherm. Energie, Holzhackschnitzel
Leistung Holzkessel
55 MW
Leistung Erdgas
2 x 30 MW
Leistung Biomasse
44 MW
Anschlussleistung Wärmenetz
124 MW
Trassenlänge
43,5 km
Jahreswärmemenge
205 GWh
Jahresstrommenge
31 GWh
Brennstoffbedarf
120.000 t/a
CO2-Minderung
70.000 t/a
Wärme aus Biomasse
> 70 %
Inbetriebnahme
2009
Investitionskosten
95.000.000 €